Pressemitteilung 24.09.2017

Von Peter Erfmeier

 

Regionalliga 2  Herren

Preußen Lünen 1 – TG Friesen 1    4751-4750    38-40    2-1

Nach der SU Annen kam mit der TG Friesen Klafeld-Geisweid der nächste Aufstiegskandidat in die Kamener Stadthalle. Die letzten Spiele gegen die Friesen waren immer knapp und mit Erfolgen auf beiden Seiten ausgegangen – egal ob in Kamen oder in Siegen gespielt wurde. So sollte es auch in diesem Jahr sein und mit 1 Holz Differenz zu gewinnen war noch einmal ein gutes Stück dramatischer.

Die Lüner spielten in ihrer gewohnten Aufstellung.

So sahen sich Max Quellenberg (812) und Mark Jaeger (796) von Beginn an mächtig unter Druck gesetzt. Dass sich die beiden nicht von ihren Kontrahenten lösen konnten, lag zum Einen an dem starken Auftritt der Gäste (806 + 784). Zum Anderen unterliefen den Preußen Fehler an den unpassendsten Stellen wodurch die Gegner wieder heran kommen konnten. Dadurch konnten die beiden zwar ihren jeweiligen Gegner knapp überspielen, aber es reichte für Mark Jaeger nicht mehr auch den 2. Gästespieler zu überbieten. Das war für die Einzelwertung im weiteren Verlauf sicher ein Nachteil für die Lüner. Außerdem blieben die Preußen mit diesen Ergebnissen in Schlagdistanz für die Gäste in den beiden folgenden Blöcken.

Der 2. Block musste nun für zwei Dinge sorgen. Den Vorsprung deutlich ausbauen, denn 18 Holz Vorsprung aus dem 1. Block waren zu wenig, um genug Polster für den 3. Block zu haben, da hier tendenziell eine Schwachstelle der Lüner liegt. Mit Blick auf die Einzelwertung sollten beide die 806 Holz der Gäste aus dem 1. Block überbieten. Zu Beginn gelang es den Preußen den Vorsprung ein gutes Stück weit auszubauen. Doch ein Problem blieb. Wie im 1. Block gelang es Peter Erfmeier (808) und Nick von Voss (788) insbesondere beim Abräumen nicht, sich deutlicher abzusetzen. Dadurch behielten die Gäste die Chance sich wieder heran zu arbeiten. Einer von ihnen nutzte die Chance und kam nach einer sehr starken 2. Halbzeit auf 814 Holz. Der andere blieb bei 755 Holz hängen. Dadurch war der Lüner Vorsprung zwar auf 45 Holz gewachsen, aber das war kein Polster, auf dem sich die Preußen ausruhen konnten. In der Einzelwertung hatten die Lüner nun schon 6 Punkte an die Gäste abgegeben und bei zwei 800er Zahlen auf Seiten der Friesen war der 3. Punkt für die Einzelwertung für die Preußen wohl nicht mehr zu halten.

Aus dieser Lage heraus ging es für die Lüner im 3. Block erst einmal darum, den Vorsprung zu verteidigen und das Spiel nach hause zu bringen. Das gelang Klaus Erfmeier (799) und Manfred Eckhoff (748) zunächst noch ganz gut. Doch dann wurden die Gäste (814 + 777) stärker und rückten den Preußen immer dichter auf die Pelle. Vor der letzten Bahn waren es nur noch 25 Holz Vorsprung. Hier kamen die Lüner schon in die Vollen nicht so recht vom Fleck und gaben ein paar Holz ab, lagen aber noch mit 19 Holz vorn. Jetzt stieg beim Abräumen die Spannung von Wurf zu Wurf, denn als sich Manfred Eckhoff einen schweren Abräumfehler leistete, machten die Friesen Neuner und zogen vorbei. Er machte zwar sofort eine Neun hinterher, die 2. blieb ihm aber verwehrt, so dass er zum Schluss keinen Wurf in die Vollen mehr machen konnte. Den hatte sich Klaus Erfmeier auf seiner Bahn gesichert und musste im letzten Wurf eine 7 machen, damit sein Team mit 1. Holz vorne bleibt. Zur Freude seiner Mannschaft spielte er die 7 und sicherte den Preußen diesen denkbar knappen Sieg.